Die wichtigsten Fristen beim Jahresabschluss der GmbH - WTS

Die wichtigsten Fristen beim Jahresabschluss der GmbH

Bei der GmbH gibt es bei der Erstellung des Jahresabschluss einige Fristen zu beachten:

1. Erstellung und Aufstellung des Abschlusses: 

Der Geschäftsführer  muss den Jahresabschluss in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres für das abgelaufene Geschäftsjahr – häufig erfolgt die Erstellung des Jahresabschlusses gemeinsam mit einem Steuerberater – erstellen, und dann aufstellen: bei einem Bilanzstichtag 31.12. also bis Ende Mai des Folgejahres. Wenn es einen Aufsichtsrat gibt, ist diesem der Jahresabschluss innerhalb der 5-Monatsfrist vorzulegen. Außerdem müssen jedem Gesellschafter ohne Verzug nach Aufstellung des Jahresabschlusses (zuzüglich allfälligem Lagebericht) Abschriften zugesendet werden.

Achtung: Eine Verletzung der Aufstellungsfristen des Jahresabschlusses kann insbesondere bei Insolvenzen zu einer erhöhten Haftung der GF führen, weil sich die GF nicht rechtzeitig ein möglichst getreues Bild über die Lage der Gesellschaft gemacht haben.

Besonders in Krisenzeiten sind ein rasches und ordnungsmäßiges Rechnungswesen und die Einhaltung der gesetzlichen Fristen von eminenter Bedeutung.

2. Frist für die Beschlussfassung: Feststellung des Jahresabschlusses

Die Generalversammlung hat in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres für das abgelaufene Jahr folgende Beschlüsse (meist als „Umlaufbeschluss“) zu fassen:

  • Genehmigung und Feststellung des Jahresabschlusses einschließlich eines (allfälligen) Lageberichts
  • Verwendung des Bilanzgewinns
  • Höhe der Gewinnausschüttung, eines Gewinnvortrages und / oder Bildung von Gewinnrücklagen

Häufig werden zutreffendenfalls gleichzeitig mit der Feststellung des Jahresabschlusses folgende Beschlüsse gefasst:

  • Entlastung der GF (und des Aufsichtsrats/ Beirats) für das abgelaufene Geschäftsjahr und Vorjahre
  • Kenntnisnahme eines Verlusts von mehr als der Hälfte des Stammkapitals oder der Nichterfüllung der URG-Kennzahlen
  • Genehmigung der Änderung des Anstellungsvertrages der Geschäftsführer (zB bei Vergütungserhöhung)

Nicht vergessen, für die Einberufung der Generalversammlung gilt, sie muss  mindestens 7 Tage vor Abhaltung einberufen werden; der GmbH -Vertrag kann diese Frist erweitern, und die  wichtigsten Punkte wie Ort, Termin, Zweck (Tagesordnung), einberufendes Organ in der Einberufung erwähnen.

3.  Frist für die Offenlegung beim Firmenbuch

Die Geschäftsführer haben den Jahresabschluss und einen allfälligen Lagebericht spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag beim Firmenbuchgericht einzureichen, bei prüfungspflichtigen Gesellschaften mit dem Bestätigungsvermerk oder dem Vermerk über dessen Versagung oder Einschränkung. Die Frist ist nicht verlängerbar!

Zwangsstrafe bei verspäteter Offenlegung

Wenn der Abschluss nicht rechtzeitig eingereicht wird, ist eine Zwangsstrafe von mindestens EUR 700 vorgesehen – und zwar jeweils für die GmbH und jeden Geschäftsführer. Diese Strafe kann bereits ab dem ersten Tag der Fristüberschreitung verhängt werden.

Wird der Jahresabschluss trotz Strafe nicht offengelegt, wird alle zwei Monate eine weitere Strafe verhängt.

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Johannes Nefischer
 

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