Entwickeln Sie ein hochwertiges Profil

Kapitel 4


Brought to You by WTS Unternehmerakademie

Die Spitzenleute in ihrer jeweiligen Branche sind nicht ganz nach oben gekommen, weil sie
einfach Glück hatten.

Neben dem richtigen Verkaufsslogan, dem richtigen Produkt und
kostenlosen Videos, Artikeln und/oder Podcasts haben sie eine Menge Zeit und Vorbereitung
in ihr Profil gesteckt.


Gemeint ist damit: Ihr Auftritt in der Öffentlichkeit.


Dazu erforderlich sind nicht nur eine souveräne Online-Präsentation, sondern auch offline müssen Sie sich ein hervorragendes Image zulegen.


I. Treten Sie einheitlich auf


Denken Sie vor allem daran, einheitlich aufzutreten.


Sie können nicht bei Facebook ein cooler Online-Blogger sein, der Vegetarier ist, Heavy Metal hört und Geschäftskontakte sofort mit "Du" anspricht, während Sie auf Ihrer Webseite nur mit Krawatte und Anzug erscheinen, absolut konservativ sind und natürlich immer beim offiziellen "Sie" bleiben.


Verstehen Sie das nicht falsch: Keines der beiden gegensätzlichen Profile ist verkehrt. Sie
passen nur nicht zueinander.


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Versuchen Sie daher, in der Öffentlichkeit möglichst so aufzutreten, wie Sie auch wirklich
sind - das gibt Ihnen einen hohen Glaubwürdigkeitsbonus, weil es einfach echt wirkt.


Natürlich sollten Sie nicht Ihre schlechten Charakterzüge in der Öffentlichkeit präsentieren -
bleiben Sie einfach so nahe an der Wahrheit, wie es Ihnen möglich ist und achten Sie vor
allem darauf, nicht gekünstelt zu erscheinen.


II. Die Vorteile des Internets


Bei der Frage, ob Sie mehr Energie auf Ihre Online-Positionierung oder auf Ihren OfflineAuftritt
lenken sollten, liegt der Schwerpunkt eindeutig beim Internet. Natürlich kommt es
dabei auch auf Ihre Branche an, und es gibt mit Sicherheit Nischen, bei denen ein OnlineAuftritt
nicht allzu viel Sinn ergibt.


In den allermeisten Fällen fahren Sie jedoch bei der Erstellung Ihres Profils im Internet auf der sicheren Seite.


Das heißt nicht, dass Sie die "reale Welt" vollkommen außer Acht lassen sollen. Idealerweise sollten Sie 80 bis 90 Prozent Ihrer  Arbeit ins Netz verlegen, jedoch die restlichen 10 bis 20 Prozent weiterhin auf althergebrachte Methoden setzen, wie beispielsweise Zeitungsannoncen.


Zum besseren Verständnis haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile in Form von einfachen
Beispielen herausgearbeitet.


So erhalten Sie ebenfalls eine erste Orientierung, wie Sie Ihre eigene Nische in Bezug auf Ihr Online- und Offline-Profil einordnen können.


III. Zeitungsannoncen und andere Offline-Werbung


1. Kosten


Ein deutlicher Vorteil des Internets sind die viel geringeren Kosten für Werbung. Ein Inserat
in der Zeitung ist sehr kostspielig.


Bedenken Sie dabei auch, dass die Mehrheit der Käufer kaum einen Blick auf die Annoncen wirft. Viele potentielle Kunden wären möglicherweise sehr an Ihrem Produkt interessiert, Sie denken aber gar nicht daran, dass diese Zeitung ihnen eine Lösung für Ihr Bedürfnis anbieten könnte.


Wenn Sie mehr Menschen erreichen möchten, müssten Sie schon ein besonders auffälliges
Inserat erstellen.


Wenn Ihre Werbung jedoch nicht im Meer der anderen Anzeigen ertrinken soll, kostet Sie das erheblich mehr. 


Mögliche Lösungen wären beispielsweise ein grafisch auffälliges Bild oder eine Annonce allein auf einer Seite mit einem Artikel.


Und selbst dabei sind die Erfolgschancen eher gering - und das bei maximaler Investition Ihrerseits.

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Beispiel:

Carsten (der 3D-Grafiken an Wänden und Böden anbietet) möchte mehr Menschen
in seiner Region erreichen.

Doch schon bei der ersten Recherche fällt ihm auf, dass es etwa 3 führende Tageszeitungen in seiner Stadt gibt, sowie eine Vielzahl an kleineren Zeitungen und Zeitschriften.

Würde er überall inserieren, würde er unverhältnismäßig hohe Ausgaben haben.


2 Erfolgsaussichten


Entscheidend für Ihr weiteres Vorgehen ist die Frage, ob sich die hohen Kosten nicht
möglicherweise doch rentieren.


Das hängt letztendlich auch wieder von Ihrer Branche ab, jedoch sollte selbst bei optimalen Erfolgen nicht vergessen werden, wie hoch Ihr Einsatz war.


Um die Ausgaben überhaupt zu decken, müssen Sie schon eine bestimmte Anzahl von
Neukunden bekommen.


Weiterhin hängt das auch entscheidend davon ab, wie viel Ihr Produkt kostet. Wenn Sie eine günstige Dienstleistung verkaufen und auf eine größere Menge abzielen, ist die Zeitungsanzeige weitaus weniger empfehlenswert, als wenn ein einziger Kunde Sie zwei Wochen beschäftigt und bereits die Hälfte Ihres Monatsverdienstes ausmacht.


Nach allgemeiner Schätzung nehmen etwa 10% der Leser einer Zeitung Ihre Anzeige
überhaupt wahr.


Aber wie viele Menschen lesen überhaupt noch Zeitschriften?


Und wie viele Tageszeitungen sind zeitgleich in einer Region verfügbar?


Und wie viele Leser unter den 10%, die Ihre Annonce gesehen haben, sind an Ihrer Dienstleistung interessiert?

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Beispiel: 

Um sich zu entscheiden, fragt Carsten zunächst einmal seine Nachbarn - zehn
Parteien - , welche Zeitungen sie jeweils lesen.
Das Ergebnis ist ernüchternd: Fünf Parteien, vor allem jüngere Leute, lesen überhaupt keine regionale Tageszeitung. Ihre Nachrichten sehen sie zum Teil im Fernsehen und zum anderen Teil übers Internet.

Von den restlichen fünf lesen zwei nur sporadisch, während die übrigen drei sich auf die verschiedenen regionalen Tageszeitungen verteilen.
Wenn Carsten sich also für ein Inserat in einer der führenden Zeitschriften entscheidet, hätte
also nur einer von zehn überhaupt die Möglichkeit, auf ihn aufmerksam zu werden.
Und diese eine Partei müsste darüber hinaus
a) überhaupt Bedarf an Carstens Dienstleisung haben und
b) die Anzeige wirklich wahrnehmen.


3. Eine ausschließliche Offline-Präsentation ist nicht empfehlenswert


Wie Sie sehen, sind die Erfolgsaussichten bei offline Werbung relativ gering.


Dazu kommen die sehr hohen Kosten, die sich wieder rentieren müssen.


Neben Zeitungsannoncen können Sie beispielsweise auch Radio- oder (meist nur bei Großunternehmen) Fernsehwerbung machen, Flyer auslegen oder Broschüren drucken. Keines der gezeigten Beispiele ist günstig.


Selbst wenn Sie persönlich mit billig gedruckten Flugblättern von Haus zu Haus gehen, stellt
dies einen enormen Zeitaufwand für Sie dar.


Da es jedoch eine nicht geringe Anzahl an Menschen gibt, die das Internet ablehnen oder nur
wenig damit arbeiten, sollten Sie Offline-Werbung nicht zur Gänze vernachlässigen.


Nehmen Sie einen kleinen Teil Ihres Kapitals ruhig als Investition und inserieren in einer Zeitung, die Ihnen passend für potentielle Kunden erscheint.


Nur: Legen Sie nur 10 bis 20 Prozent Ihrer Mühe in diese Art der Präsentation. Denn online haben Sie viel mehr Möglichkeiten bei nur geringfügigen Kosten.


In seltenen Fällen kann die offline-Werbung mehr Kapazitäten in Anspruch nehmen als der online-Auftritt. 


Dabei handelt es sich typischerweise um Produkte und Dienstleistungen, die nur in einem örtlich sehr eingegrenzten Gebiet angeboten werden können - das beste Beispiel hierfür ist eine Bäckerei.


Sie brauchen in diesem Fall keine Kunden in der ganzen Welt zu erreichen, sondern lediglich jene in ihrem Einzugsgebiet.


Aber Achtung - auch hier ist ein online-Auftritt - insbesondere eine Webseite oder ein Facebook-Profil - unbedingt zu empfehlen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

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Beispiel 1:

Trotz der hohen Kosten ist Offline-Werbung für Carsten nicht ganz unwichtig.
Er bietet seine Dienstleistung zwar in einem weiteren Einzugsgebiet an als ein Lebensmittelgeschäft, jedoch gehören Kunden aus dem Ausland oder solche, die mehrere
hundert Kilometer entfernt wohnen, nicht zu seinen Zielpersonen.
Daher sollte Carsten mehr als 20% offline-Werbung machen, ein Internetauftritt ist jedoch auch in seinem Falle wichtiger.
Da er ein spezielles Produkt aus einer Mikro-Nische anbietet, sollte er für Interessenten, die genau so etwas benötigen, über eine Online-Suche gefunden werden können.


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Beispiel 2: 

An dieser Stelle lernen Sie eine neue Unternehmerin kennen.
Melanie ist 25 Jahre alt und hat sich auf Heilkräuter spezialisiert. Unter anderem bietet sie seltene, teilweise von ihr persönlich kreierte Spezialmischungen an, die direkt in ihrem online-Shop zur Verfügung stehen.
Zwar verkauft sie auf Anfrage auch persönlich an Kunden, die in ihrer Nähe wohnen, doch sie besitzt wegen der hohen Kosten keinen Laden.
Die speziellen Kräutermischungen sind ein Produkt, das Leute auf der ganzen Welt beziehen können.
Die Zahlung wird über Paypal, Sofortüberweisung und andere Tools schnell und bequem durchgeführt.
Über ein Logistikunternehmen schickt Melanie dann jeden Tag eine Vielzahl von Päckchen auf die Reise.
Melanie benötigt gar keine Werbung in einer lokalen Zeitung, da die große Mehrheit ihrer Kunden gar nicht im Einzugsgebiet lebt. Annoncen wären daher für sie lediglich als kleiner Zusatz denkbar, sind jedoch nicht notwendig.


IV. Ihr Online-Profil steckt voller Möglichkeiten


Wenn Sie sich in Ihrer direkten Umgebung präsentieren, handelt es sich dabei meist um reine Werbung. 

Im Internet können Sie weitaus mehr erreichen als das. Sie haben die Möglichkeit, auf Ihrer eigenen Webseite Ihre gesamte Biographie zu veröffentlichen.


Artikel und Blogs sind hervorragende Werkzeuge, um Ihre Meinung über wichtige Themen zum
Ausdruck zu bringen oder einfach nur Informationen an Ihre Leser weiterzugeben.


Kurzum: Sie können sich online richtig austoben und zeigen, was Sie wirklich beherrschen.


Eine Zeitungsannonce bietet nicht ausreichend Raum, um mehr vorzuweisen als Ihre bloße
Anwesenheit und in welcher Branche Sie tätig sind.


Mit einem breit gefächerten OnlineProfil heben Sie sich von bloßer Werbung erheblich ab und können demzufolge auch Ihre Konkurrenz um Meilen überholen.


Dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt - veröffentlichen Sie alles, was es Ihrer Meinung nach wert ist.


Allerdings sollten Sie es auch nicht übertreiben: Die Inhalte sollten vor allem Ihre Stärken
präsentieren.

Der zentrale Punkt, um den sich alles dreht, ist noch immer Ihre persönliche Mikro-Nische.


Darüber hinaus ist es entscheidend, den Leuten aufzuzeigen, was für eine Art Mensch Sie sind.


Potentielle Kunden möchten sich häufig zuerst ein Bild von Ihnen machen, Sie näher kennenlernen.


Sollten Sie beispielsweise Ihre persönliche Meinung über kontroverse politische Ansichten veröffentlichen, kann dies auch schädlich für Ihr Image sein.


Kontrollieren Sie daher genau, welche Art von Informationen Sie veröffentlichen.


Sollte Ihre politische Ansicht zu Ihrem Produkt passen, schreiben Sie darüber.


Sollte dieses Thema aber nicht das Geringste damit zu tun haben, wäre eine Veröffentlichung eher schädlich.


Noch ein Tipp dazu: Veröffentlichen Sie weder zu wenig noch zu viel.


Schreiben Sie nicht zu jedem Thema, das Ihnen einfällt, endlos lange Artikel, sondern achten Sie gut darauf, dass Ihre Inhalte auch zu Ihrem Produkt passen.


Wenn Sie jeden Tag Fotos von Ihrem Mittagessen bei Facebook posten (es sei denn, Sie arbeiten mit Nahrungsmitteln), interessiert das die Mehrheit Ihrer Follower nicht - es wäre eher ein Grund, ein Abonnement abzubrechen.

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Beispiel:

Melanie interessiert sich neben Pflanzen und Kräutern auch für Modellbau.
Bisher verbindet sie mit ihrem Hobby jedoch keinerlei wirtschaftliche Interessen.
Daher sollte sie in Beiträgen, die sich mit ihrem persönlichen Hintergrund befassen, lediglich kurz darauf eingehen, nicht jedoch regelmäßig große Artikel dazu veröffentlichen.
Eine sinnvolle Option für dieses Hobby, wäre möglicherweise, es als Dekoration für ihre Fotos zu verwenden.
So lassen sich ihre Kräuter beispielsweise gut als "Bäume" in einer kleinen Modellbahnanlage in Szene setzen.
Weiterhin ist Vorsicht bei kontroversen Themen geboten, bei denen man sich schnell den Unmut der Leser zuziehen kann.
Als überzeugte Veganerin kann Melanie sich zwar die Sympathie anderer Veganer verdienen, erntet dabei möglicherweise jedoch die Missgunst anders orientierter Leute.
Da dieses Thema keinen Bezug zu ihrem Produkt hat, sollte es auch nicht mehr als höchstens eine kurze Erwähnung in Anspruch nehmen - oder sogar komplett weggelassen werden.
Anders sieht es zum Beispiel aus, wenn ein Gesetz erlassen wird, das den Verkauf von Kräutern ins Ausland beschränkt.
Da dieses Thema Melanie direkt betrifft, sollte sie auf jeden Fall dazu Stellung nehmen.


V. 6 Tipps für den Aufbau Ihres Online-Profils


1. Generieren Sie Leads


Ein Lead (englisch für: "folgen") ist ein Fachwort im Vertriebsmarketing und bedeutet in
etwa, einen ersten Kontakt zu einem Interessenten herzustellen.


Die besagten potentiellen Kunden werden in der Mehrzahl "Leads" genannt. Ein Mensch, der sich ein einziges Mal Ihre Webseite anschaut, ist noch kein Lead.


Er wird vielmehr dazu, sobald er sich mit einem Ihrer Profile in den sozialen Medien verbindet, Ihren YouTube-Kanal abonniert oder Ihnen seine Emailadresse zur weiteren Kontaktaufnahme überlässt.


Leads sind der Grundpfeiler, auf den sich Ihr Internetauftritt stützt. Je mehr Sie haben, desto
eher bekommen Sie einen Käufer für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung.


Aber das ist noch nicht alles: Je mehr Abonnenten Sie haben, desto eher werden sich weitere Menschen dazu entschließen, Ihnen zu folgen.


Sie zeigen mit der Anzahl Ihrer Fans der ganzen Welt, dass es hier etwas Interessantes zu sehen gibt, da sich so viele Menschen bei Ihnen eingetragen haben.


Vor allem bei YouTube kann die Anzahl der Bewertungen und/oder der Abonnenten durchaus ausschlaggebend dafür sein, ob sich ein Interessent Ihr Video noch ein wenig näher ansieht oder etwas anderes anklickt.


Ein weiterer unglaublich wichtiger Faktor ist Google.


Je mehr Menschen Ihre Webseite besucht oder Ihren YouTube- Kanal abonniert haben, desto weiter oben findet sich Ihre Seite auf der Liste der Suchmaschinen.


Das Generieren von Leads können Sie daher als eine große Spirale ansehen, die sich immer
schneller dreht, wenn Sie sie erst in Gang gesetzt haben. 


Denn Leads führen weiteren Leads - und je mehr Sie davon haben, desto schneller wächst ihre Anzahl.


Ein Tipp noch dazu: Verbinden Sie das Sammeln Ihrer Leads mit dem Verschenken von
Produkten (siehe Kapitel 3).


Der wesentliche Grund, Ebooks, Videos und andere Produkte gratis herauszugeben, sind Email-Adressen und Abonnements.


Genau genommen verschenken Sie nämlich gar nichts - Sie werden nur nicht mit Geld, sondern mit Interessenten bezahlt.

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Beispiel:

Melanie hat durch Ihre Profile in den sozialen Medien, ihre Webseite und Ebooks
bereits eine größere Anzahl von Leads gesammelt.
Belohnt wird sie dadurch direkt von Google: Bei der Eingabe des Wortes "Heilkräuter" befindet sie sich nun bereits auf der zweiten Seite.
Als sie ihre Arbeit begann, lag sie im Rang so weit hinten, dass sie praktisch nicht auffindbar war.
Auf diese Weise potenziert sich die Anzahl ihrer Abonnenten.


2. Erstellen Sie kostenlose digitale Produkte


Durch die schiere Anzahl Ihrer gratis Produkte generieren Sie eine Vielzahl von Leads und
überzeugen auch Interessenten teilweise schon beim ersten Besuch Ihrer Webseite.


Zum Verschenken eignen sich idealerweise digitale Produkte wie Videos, Podcasts, Ebooks, Artikel
und Blogs.


Eine detailliertere Beschreibung dieses Thema finden Sie in Kapitel 3.

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Beispiel: 

Der Kunde Florian interessiert sich für eine spezielle Kräutermischung, die gegen
Neurodermitis hilft.
Neben Melanies Webseite findet er auch eine andere, welches das gleiche Produkt anbietet.
Auf Melanies Seite findet er ein kostenloses Ebook über Kräuter gegen Hauterkrankungen, kann sich über verschiedene Videos über Melanies Tätigkeit und ihre Person informieren und findet obendrein eine Vielzahl von Artikeln über Heil- und Küchenkräuter.
Der Konkurrent besitzt nur einen Online-Shop mit kurzen Beschreibungen.
Florian entscheidet sich für Melanies Kräutermischung.
Allein die Vielzahl von Artikeln und Rezensionen überzeugt ihn davon, dass sie ihr Handwerk wirklich versteht.
Darüber hinaus baut er durch die Videos, in denen Melanie selbst zu sehen ist, eine erste Bindung zu ihr auf.
Und zu guter Letzt kauft er später noch ein weiteres Produkt bei ihr, da ihr Ebook ihn auf ein weiteres Heilkraut aufmerksam gemacht hat, das nützlich für ihn ist.


3. Verkaufen Sie zu einem höheren Preis 


Marktforschungen haben gezeigt, dass Verbraucher bereit sind, einen höheren Preis zu
bezahlen, wenn sie davon überzeugt wurden, ein wirklich hochwertiges Produkt zu
bekommen.


Ohne nähere Informationen entscheiden sich fast alle Menschen bei einem gleichwertigen Produkt für die günstigste Variante.


Durch hochwertige digitale Produkte wie Artikel, Ebooks, Blogs, Podcasts oder Videos überzeugen Sie den Kunden schnell davon, dass Sie Ihr Handwerk wirklich verstehen.


Dafür muss er nicht einmal viel davon angesehen haben - die schiere Anzahl ist bereits überzeugend genug.


Achten Sie trotzdem auf eine hohe Qualität.


Schlecht geschriebene Texte und verwackelte Videos überzeugen den Kunden sonst schnell vom Gegenteil.


Je mehr Geld ein Produkt kostet, desto eher entscheidet sich ein Kunde übrigens für einen
teureren Händler, sofern er von dessen ausgezeichneter Qualität überzeugt ist. 


Das liegt vor allem daran, dass Verbraucher bei teureren Produkten weitaus mehr Zeit in die
Kaufentscheidung investieren.


Bei einem Autokauf kann die Suche durchaus mehrere Wochen umfassen, während bei Centartikeln kaum Informationen eingeholt werden.


In letzterem Fall entscheiden sich auch weitaus mehr Kunden für das günstigere Produkt.


Daher sollten Sie bei der Wahl Ihres Nischen-Produkts darauf achten, hochwertige Güter zu
verkaufen, bei denen die Käufer lieber etwas länger überlegen, um letztendlich Ihr Produkt
von höchster Qualität zu erwerben.

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Beispiel:

In derselben Ausgangssituation (Kunde Florian sucht auf Melanies Webseite nach
Heilkräutern) stellen Sie sich bitte vor, dass der Konkurrent seine Produkte billiger anbietet.
Auch in diesem Fall entscheidet sich der Kunde nach genauerer Ansicht für Melanies Kräuter.
Denn seine Sorge, eventuell eine schlechteres Billig-Produkt beim anderen Händler zu erwerben, zerstreut sich durch die Vielzahl an hochwertigen Artikeln und Videos, durch die sich Melanie als Expertin positionieren kann.


4. Halten Sie Ihre Profile immer auf dem neuesten Stand


Es reicht nicht aus, ein einziges Mal eine Webseite mit guten Artikeln herzustellen.


Wenn Sie bloggen, sollten Sie regelmäßig neue Beiträge verfassen. Idealerweise veröffentlichen Sie
einen Artikel pro Woche, mindestens jedoch einen im Monat.


Wenn Sie ein Podcast machen, achten Sie darauf, ihre Serie regelmäßig fortzusetzen.


Dasselbe gilt für Videos auf Ihrem YouTube-Kanal. Auch auf Plattformen wie Facebook oder
Twitter sollten regelmäßig kurze Aktualisierung Ihres Profils geschehen.


Wenn Sie wenig Zeit haben, achten Sie darauf, Ihre Webseite wenigstens regelmäßig zu
bearbeiten.


Google schaut Ihnen nämlich zu - die Häufigkeit der Bearbeitungen hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf Ihr Ranking.


Ein Tipp noch: Wenn Sie Newsletter an Ihre eingetragenen Leads verteilen, achten Sie bitte
darauf, es nicht zu übertreiben.


Es ist gut, die Leute daran zu erinnern, dass Sie noch existieren.


Wenn Sie aber zu häufig E-Mails versenden, können sich Ihre Interessenten auch schnell belästigt fühlen.


Ganz anders sieht es bei den sozialen Medien aus: Egal wie oft Sie ein neues Video oder einen neuen Artikel veröffentlichen, wird dies Ihren Followern zwar angezeigt, aber nicht so penetrant wie bei einer Überschwemmung von E-Mails in ihrem Postfach.

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Beispiel:

Melanie hat einen guten Rhythmus für Ihre Profilpflege entwickelt.
Alle zwei Wochen veröffentlicht sie einen umfangreichen Artikel über Kräuter.
Bei YouTube macht sie etwa 1mal im Monat ein Kurzvideo.
Ihre Profile in den sozialen Medien bekommen ein- bis zweimal pro Woche einige Sätze und Neuigkeiten über ihren Shop.


5. Reduzieren Sie Ihre Kosten


Wie bereits oben erwähnt (Abschnitt III.1) sparen Sie durch Ihren Online-Auftritt eine
erhebliche Menge an Werbekosten, die Sie sonst für Broschüren oder Zeitungsannoncen
ausgeben müssten.


Und erreichen obendrein noch deutlich mehr Kunden, die sich auch für Ihre Produkte interessieren.

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Beispiele:

Melanie verzichtet dank Ihrer Branche komplett auf teure Anzeigen in Zeitungen.
Sie kann sich komplett auf Online-Werbung beschränken.


Carsten kommt aus einer anderen Branche - er erbringt durch die Wand- und Bodengrafiken
eine Dienstleistung für Kunden, die räumlich in seiner Nähe wohnen.


Er setzt ebenfalls viel auf seine Online-Präsenz (Webseite, Videos, soziale Medien), veröffentlicht aber parallel auch Zeitungsannoncen.


6. Bauen Sie sich einen guten Ruf auf


Durch einen einheitlichen öffentlichen Auftritt können Sie sich in Ihrer Mikro-Nische schnell
einen Namen machen.


Ihre Kunden erhalten bei Bedarf durch die Vielzahl an Profilen (YouTube, Facebook, Webseite, etc.) die Möglichkeit, Sie viel besser kennenzulernen.


Dabei gilt natürlich, dass jeder Kunde nur so viel von Ihnen zu sehen bekommt, wie er selbst möchte. Deshalb wiederholen wir noch einmal den Rat von Punkt 4: Seien Sie nicht aufdringlich.


Zeigen Sie Präsenz und Zuverlässigkeit, ohne Ihre Kunden mit Informationen zu überschwemmen.


Überlassen Sie ihnen die Wahl, wie viel sie von Ihnen sehen und hören möchten.


Ein Email-Newsletter ist eine hervorragende Option, um "faule" Interessenten daran zu erinnern, dass Sie noch da sind.


Aber öfter als etwa zweimal im Monat sollten Sie keine E-Mails versenden.

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Beispiele:

Melanie schickt zweimal im Monat einen Newsletter an Ihre Leads und pflegt auch
ihre sonstigen Online-Auftritte.
Durch Regelmäßigkeit und vor allem Hochwertigkeit ihrer Videos und Artikel bekommt sie schnell den Ruf, eine ausgezeichnete Kräuterhändlerin zu sein, die sowohl ihr Handwerk versteht als auch immer beste Qualität liefert.
Carsten unterdessen ist noch neu beim Erstellen seiner Online-Präsenz und macht einige Fehler.
Da er denkt, er müsse seine Kunden häufig an sich erinnern, bringt er wöchentlich
drei Newsletter heraus.
Dies führt leider dazu, dass sich einige Kunden aus seiner Emailliste austragen, da sie sich belästigt fühlen.
Darüber hinaus versucht er, mit wenig Zeit viele Blogartikel zu schreiben.
Leider leidet die Qualität darunter (viele Rechtschreibfehler und wenig informative Beiträge), so dass einige Interessenten sich beim Ansehen seiner Webseite sogar für die Konkurrenz entscheiden.



VI. Die wichtigsten Webseiten, auf denen Ihr Profil nicht fehlen darf


Neben Ihrer reinen Existenz für Interessenten und der dadurch entstehenden kostenlosen
Werbung ist Ihre Präsenz auf den folgenden Webseiten auch noch aus einem weiteren
Grund unerlässlich.


Denn Google und andere Suchmaschinen überprüfen diese Plattformen regelmäßig, was sich vor allem auf das Ranking Ihrer Webseite auswirkt.


Daher sollten Sie idealerweise auf jeder der genannten Seiten vertreten sein. Sollte dies für Sie derzeit einen zu großen Aufwand bedeuten, empfehlen wir neben einer eigenen Webseite bei Wordpress wenigstens das Vorhandensein eines Profil bei Facebook, Twitter und LinkedIn.


Denken Sie daran, was für machtvolle Instrumente Sie mit diesen Webseiten in den Händen halten.


Sie bedeuten die Möglichkeit, eine hohe Anzahl von Interessenten aus Ihrer Nische an sich zu
binden und Ihren Kundenkreis zu erweitern - und das vollkommen kostenlos.


1. YouTube
Youtube.com eignet sich optimal für kurze Erklärvideos oder Ihre persönliche Präsentation.
Zeigen Sie Ihren Kunden, wer Sie sind, wie Sie aussehen und wie Sie reden.


2. Slideshare
Slideshare.net ist eine Plattform von LinkedIn. Es eignet sich optimal für Präsentationen und
Webinare.


3. Facebook
Facebook.com ist die größte Plattform unter den sozialen Medien.

Fast jeder hat gegenwärtig mindestens ein Facebook-Profil. Neben privaten Profilen, die vor allem genutzt werden, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, lassen sich über Facebook auch
hochwertige Business-Profile erstellen.


Für einen relativ kleinen Preis können Sie auf dieser Plattform auch zielgruppenorientierte Werbung schalten.


4. LinkedIn
LinkedIn.com enthält das weltweit größte Verzeichnis von Fachleuten, Firmen und Einzelhändlern. Ihr Unternehmen darf dort auf keinen Fall fehlen.


5. Wordpress
Mit Wordpress.com erstellen Sie Ihre eigene Webseite und hosten Blogs. Auch zum Generieren von Leads eignet sich dieses Programm hervorragend. Die einfachste Option ist die Herausgabe eines kostenlosen Produkts (zum Beispiel der Download eines Ebooks) gegen Herausgabe der Email-Adresse Ihres Kunden.


6. Twitter
Twitter.com wird häufig als Mikro-Blogging-Webseite bezeichnet.

Mit Ihrem Profil erstellen Sie kleine Beiträge (Tweets) für Ihre Leads. Twitter eignet sich sowohl zur Kommunikation mit Kunden als auch zum Austausch mit anderen Branchenführern.


VII. Ihr Online-Profil ist Ihre Fahrkarte nach ganz oben


Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihnen viele der Informationen in diesem Kapitel noch
neu sind oder Sie zwar in der Theorie von vielen dieser Optionen gehört, aber noch kein
Profil erstellt haben.


Viele Firmen haben auch gegenwärtig noch keine eigene Webseite. In den meisten Fällen ist zwar eine Internetpräsenz vorhanden, doch nur relativ sporadisch. So werden Facebook-Profile von Unternehmern teilweise nur rein privat genutzt.


Kurzum: Das vollständige Ausschöpfen dieser unglaublichen Vielfalt an Möglichkeiten hat bisher eher ein geringer Anteil an Firmen vollbracht. 


Das bedeutet für Sie, dass Sie heute noch ganz von vorne anfangen können, ohne dass Sie
befürchten müssten, keinen Platz mehr abzubekommen.


Das Internet bietet auf jeden Fall mehr Raum als ein Einkaufszentrum, in welchem Sie unbedingt einen Laden eröffnen wollen, aber keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung gestellt bekommen.
Andererseits sollten Sie sich nicht zu viel Zeit lassen, denn der Markt schläft nicht.


Sollte in Ihrer Mikro-Nische bereits ein Branchenführer seit Jahren ganz oben sein, wird es schwierig, diesen noch einzuholen. 


Ähnlich wie bei der Erfindung des Telefons oder der Erschließung von Terrain mit Eisenbahnschienen beginnt auch durch das Internet eine vollkommen andere Ära.


Die genannten Erfindungen haben das Gesicht der Welt komplett verändert. Denken Sie nur an
die Vielzahl von Geschäftsmöglichkeiten, die sich allein durch das Telefon ergeben haben!


Ähnlich verhält es sich beim Internet. Vergleichen wir dieses aber mit der Zeit der Erschließung der Infrastruktur durch die Eisenbahn, befinden wir uns aktuell gerade erst am Anfang der Epoche. Einige Gleise sind schon verlegt, aber bisher gibt es nur wenige Transportfirmen, die Züge zur Verfügung stellen können.


Es ist noch genug Zeit und Platz da, sich in Ihrer Nische ganz oben zu positionieren.


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Vergnügen bei der Entdeckung der digitalen Welt
und der Entwicklung Ihrer eigenen kreativen Ideen.


Im nächsten und letzten Kapitel lernen Sie, wie Sie mit den starken Instrumenten, die wir Ihnen bisher in die Hand gegeben haben, Ihre optimalen Geschäftspartner gewinnen, um Ihr Unternehmen noch lukrativer und umfangreicher zu gestalten.

Checkliste

Kapitel 4




1. Überlegen Sie, wie Sie sich in der Öffentlichkeit darstellen wollen.

Bleiben Sie dabei so nahe an der Wahrheit wie möglich. Treten Sie auf allen Seiten einheitlich auf.


2. 80% Ihres Auftritts sollte online erfolgen, nur 20% offline.


3. Checken Sie Ihre Branche - gibt es irgendeinen Grund, mehr als 20% offline Werbung zu
machen?


4. Denken Sie über Ihren idealen Kunden nach (Alter, Geschlecht, Interessen, etc). Wählen
Sie anschließend eine Zeitung, die zu Ihrem Klientel passt und inserieren Sie dort. Geben Sie
nicht zu viel Geld für offline Werbung aus, sondern wählen Sie sorgfältig!


5. Überlegen Sie sich, welche Informationen über sich selbst Sie online veröffentlichen
möchten. Nutzen Sie Pluspunkte wie eine renommierte Hochschule, die Sie besucht haben.
Zeigen Sie sich dabei auch ein wenig privat, um nicht unnahbar zu erscheinen.


6. Wenn Sie in Artikeln und Blogs Ihre Meinungen zu Themen veröffentlichen, achten Sie
darauf, nicht zu brisante Gebiete auszuwählen. Manchmal ist es unumgänglich, manche
Bevölkerungsgruppen zu verärgern (z.B. werden ein Metzger und ein Vegetarier wohl
niemals Freunde), doch machen Sie sich keine unnötigen Feinde.


7. Generieren Sie Leads. Idealerweise können Sie Interessenten Ihre Emailadressen an Ihre
Webseite abgeben lassen - als Gegenleistung für ein gratis Ebook beispielsweise.


8. Verschenken Sie digitale Produkte. Ebooks, Videos oder Audiodateien eignen sich gut als
Gegenleistung für das Abgeben einer Emailadresse. Darüber hinaus kann Ihr Info-Produkt
Lust auf Ihre Haupt-Produkte machen.


9. Achten Sie auf eine hohe Qualität sowohl Ihrer kostenlosen Informations- als auch Ihrer
Hauptprodukte. Verkaufen Sie Ihre Hauptprodukte im Zweifel teurer - das überzeugt den
Kunden von hoher Qualität.


10. Pflegen Sie sämtliche Ihrer Online-Profile. Erstellen Sie entweder eine Strichliste oder
benutzen Sie einen Kalender.
Gute Beispiele: alle 1 bis 2 Wochen einen umfangreichen Artikel auf Ihrer Webseite; 1mal
monatlich ein kurzes YouTube-Video; kurze Ergänzungen der Profile aller sozialen Medien
mindestens 2mal wöchentlich.


11. Stellen Sie einen Budgetplan für Werbe- und Profilkosten auf. Achten Sie darauf, es mit
den Ausgaben (insbesondere Zeitungsannoncen9 nicht zu übertreiben.


12. Übertreiben Sie die Profilpflege nicht. Gerade bei der Herausgabe von Email-Newslettern
kann man schnell übertreiben und Kunden verärgern. Lieber weniger - und dafür gute
Qualität.


13. Auf diesen Webseiten sollten Sie präsent sein:
a) YouTube
b) Slideshare
c) Facebook
d) LinkedIn
e) Wordpress - Ihre eigene Webseite
f) Twitter

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