Was ist die Fortbestehensprognose?

  • Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose ist rein liquiditätsorientiert und dient dazu, feststellen zu können, ob die finanziellen Mittel des Unternehmens im Prognosezeitraum ausreichen, um den jeweils fälligen Verbindlichkeiten nachkommen zu können.

Liegen Anhaltspunkte vor, dass sich das Unternehmen mit einem Insolvenzgrund auseinandersetzen muss, müssen die gesetzlichen Vertreter den Nachweis erbringen, dass keine Zahlungsunfähigkeit besteht, indem eine insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose erstellt wird.

Der Prognosezeitraum umfasst hier grundsätzlich das laufende sowie das folgende Geschäftsjahr.

Aus diesem Grund gibt es in der Fortbestehensprognose 2 Szenarien:

Primärprognose

Die Primärprognose umfasst die Erhaltung der Zahlungsfähigkeit innerhalb des festgesetzten Planungszeitraums.  Der Planungszeitraum ist hier eher kurzfristig, in den meisten Fällen bis Ende des folgenden Geschäftsjahres, angesetzt.

Sekundärprognose

Die Sekundärprognose beinhaltet die Prognose der längerfristigen Überlebensfähigkeit des Unternehmens. Der Planungszeitraum der Sekundärprognose lässt sich allgemein nur schwer festlegen und ist individuell an die jeweilige Unternehmenssituation anzupassen. Hierbei geht es um die langfristige Entwicklung, in welcher die bei der Erstellung der Fortbestehensprognose absehbaren
Risikofaktoren, wie beispielsweise erst nach Jahren zurück zu zahlende, endfällige Kredite, miteinzubeziehen sind.

Es ist zu berücksichtigen, dass der Fokus aufgrund der Schwierigkeit, exakte Planungsdaten festzulegen, auf der verbalen Begründung liegt.

Bei negativer insolvenzrechtlicher Fortbestehensprognose, liegt mindestens eine drohende Zahlungsunfähigkeit vor.

Den Leitfaden für die Fortbestehensprognose erarbeitet durch die WKO mit der Kammer der Wirtschafttreuhänder können Sie hier herunterladen

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